Ihr Anliegen

Ängste

Ängste sind generell ein wichtiger Schutzmechanismus in unserem Leben. Wenn sie aber übermäßig stark sind oder ohne konkreten Anlass auftreten, sind das Alarmzeichen, die entsprechend behandelt werden müssen. Gesteigerte Angstzustände können sich in Schlafbeschwerden, sozialem Rückzug, Einschränkung der Lebensqualität bis hin zu Schmerzzuständen äußern.

Die Behandlung belastender Angstzustände ist ein wichtiger Beitrag, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Besonders bewährt haben sich beispielsweise verhaltenstherapeutische Ansätze, kognitive Umstrukturierung und Biofeedback in Kombination mit Entspannungstechniken.

Panikstörung

Unter Panikstörung versteht man immer wiederkehrende, völlig unerwartet auftretende Panikattacken. Diese Attacken werden von verschiedenen körperlichen Symptomen begleitet. Herzrasen, Schwindel, Kurzatmigkeit, Schweißausbrüche können ebenso auftreten wie auch massive Angstzustände, wie der Angst, einen Herzinfarkt zu bekommen oder Sterbensängste. Durch diese massiv auftretenden körperlichen Begleiterscheinungen werden oft zuerst organische Ursachen vermutet und die dahinterliegende Panikstörung nicht erkannt.

Panikstörungen lassen sich im Allgemeinen sehr gut behandeln, eine erfolgreich eingesetzte Methode ist beispielsweise das Biofeedback.

Psychosomatische Beschwerden

Das Wort „Psychosomatik“ stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Worten psyche=Seele und soma=Körper zusammen. Damit wird die Wechselwirkung zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen deutlich gemacht. Im bio-psycho-sozialen Modell wird der Zusammenhang zwischen körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren beschrieben.

Einerseits können physiologisch-funktionelle Störungen als Begleiterscheinung von Konflikten auftreten (Magen-, Darmbeschwerden, Herzbeschwerden, etc.), andererseits können Krankheiten körperlich beginnen und den Patienten in der Folge psychisch schwer belasten (z.B. nach einem Herzinfarkt oder bei chronischen Erkrankungen).

Eine Form der psychosomatischen Beschwerden sind die somatoformen Störungen, bei denen trotz tatsächlicher Beschwerden kein organischer Befund nachweisbar ist. Die Betroffenen suchen verschiedene Ärzte auf (doctor shopping) und fühlen sich unverstanden. In derartigen Fällen sprechen die Betroffenen gut auf eine entsprechende klinisch-psychologische Behandlung wie beispielsweise Stressmanagement, Ressourcenstärkung, Entspannungsverfahren und Hypnose an.

Depression

Besteht eine depressive Verstimmung über einen längeren Zeitraum, das heißt, über mehr als zwei Wochen und ist diese begleitet vom Verlust an Interessen und Aktivitäten, die man gerne gepflegt hat, so spricht man von einer Depression. Weitere Begleiterscheinungen einer Depression sind im Allgemeinen verminderter Antrieb, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Müdigkeit, Schwierigkeiten bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben, u.a.m.

Nicht zu verwechseln ist eine Depression mit einer kurzzeitigen depressiven Verstimmung oder vorübergehenden Unlustgefühlen.

Eine Depression ist in jedem Falle mit einem individuell abgestimmten Therapiekonzept zu behandeln wie Ursachenabklärung, bewusstes Einbauen angenehmer Aktivitäten, Abbau negativer Denkmuster (kognitive Umstrukturierung), Training sozialer Fertigkeiten.

Spannungskopfschmerz und Migräne

Kopfschmerzen können viele Ursachen haben, die häufigsten Kopfschmerzformen sind Spannungskopfschmerz und Migräne.

Beim Spannungskopfschmerz unterscheidet man zwischen episodischem und chronischem Spannungskopfschmerz. Patienten mit episodischem Spannungskopfschmerz verspüren eine schwache bis mittlere Kopfschmerzintensität mit drückenden bis spannenden Schmerzen. Die immer wiederkehrenden Schmerzen können von wenigen Minuten bis mehrere Tage dauern. Die im medizinsch-klinischen Bereich eher unbedeutenden Schmerzen können jedoch das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Betroffenen beeinträchtigen.

Von chronischem Spannungskopfschmerz wird erst bei einer Dauer von mindestens drei Monaten gesprochen. Diese Kopfschmerzen weisen oft einen psychisch-sozialen Hintergrund auf. Häufig liegt die Ursache in erhöhtem Leistungsdenken, Stressbelastungen, der Unfähigkeit, sich zu entspannen und für ausreichend seelischen und körperlichen Ausgleich zu sorgen.

Auf entsprechende Therapien, vor allem Entspannungsmethoden und Biofeedback, sprechen Patienten meist gut an und in relativ kurzer Zeit kann eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens erlangt werden.

Weisen die Kopfschmerzen eine mittlere bis starke Schmerzintensität mit pulsierendem Charakter auf und handelt es sich um einseitige Kopfschmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität verstärken, so spricht man von Migräne. Die Schmerzen sind zudem von Übelkeit und/oder Erbrechen begleitet. Häufig sind Betroffene auch licht- und/oder geräuschempfindlich. Man unterscheidet zwischen Migräne mit und ohne Aura. Aurasymptome sind zum Beispiel flackernde Lichter, Punkte oder Linien, Beeinträchtigung des Sehvermögens oder Kribbeln und Taubheitsgefühl.

Bei Migräneattacken sind auch nichtmedikamentöse Therapien, wie Progressive Muskelentspannung oder Biofeedback sehr wirksame Methoden. In den meisten Fällen kann eine Reduktion der Häufigkeit und Intensität der Migräneanfälle bzw. die Reduzierung oder Absetzung von Medikamenten erreicht werden.

Schlafstörungen

Schlafstörungen können sich unangenehm auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden auswirken. Es gibt unterschiedliche Formen von Schlafstörungen wie Einschlaf- oder Durchschlafstörungen mit nächtlichem Grübeln. Ein relativ hoher Prozentsatz der Bevölkerung ist von Schlafstörungen betroffen. Medikamente können zwar Erleichterung bringen, beseitigen aber nicht die Ursache.

Bei den nichtorganischen Schlafstörungen liegen die Ursachen meist im beruflichen und familiären Umfeld und dort angesiedelten Konflikten oder Stressbelastungen. Die Einhaltung einer entsprechenden Schlafhygiene mit der Aufarbeitung der psychologischen Hintergründe führt meist in kurzer Zeit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation.

Autismus

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung mit einer breiten Ausprägung verschiedener Symptome und wird unter dem Oberbegriff „Autismus-Spektrum-Störung“ (ASS) zusammengefasst. Man unterscheidet verschiedene Formen wie zum Beispiel den frühkindlichen Autismus nach Kanner oder das Asperger-Syndrom.

Der frühkindliche Autismus ist durch eine Störung der sozialen Interaktion, einem fehlenden oder ausweichenden Blickkontakt, großen Defiziten in der Sprachentwicklung sowie Auffälligkeiten in der Motorik gekennzeichnet.

Personen mit Asperger-Syndrom weisen eine weitgehend normale Intelligenz und Sprachentwicklung, oft jedoch begleitet von auffälliger Modulation, auf. Sie sind in der Regel motorisch ungeschickt, zeigen stereotype Verhaltensmuster und weisen Verhaltens- und Kommunikationsprobleme auf. Oft zeigen sich überdurchschnittliche Begabungen, die aber auf einen bestimmten Bereich konzentriert sind.

Eine Heilung ist zwar nicht möglich, mit Hilfe einer speziell auf die Bedürfnisse der Person zugeschnittenen Förderung und Therapie ist es möglich, das Entwicklungsniveau und die Fertigkeiten positiv zu beeinflussen.

Stressbelastung und Burn Out

Wir sind durchaus in der Lage, kurzzeitige hohe körperliche oder psychische Belastungen auszuhalten. Wenn die unterschiedlichen Stressbelastungen über Wochen und Monate andauern und damit ein akzeptables Ausmaß überschreiten, ist es notwendig, rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu setzen.

Wesentliche Stress- und Belastungssituationen sind zum Beispiel beruflicher und schulischer Stress, Krankheiten (eigene oder in der Familie), Todesfälle, Konflikte, zu wenig Zeit für sich selbst.

Stresssituationen können zur Entwicklung negativer Verhaltensweisen, wie erhöhtem Nikotin- oder Alkoholkonsum oder Störung der Essgewohnheiten führen. Dadurch wiederum können neue Konflikte ausgelöst werden, die das Ausmaß der Gesamtstressbelastung noch erhöhen.

Deshalb ist ein rechtzeitiges und systematisches Stressmanagement, bei dem innere Einstellungen und Bewertungen bewusst gemacht werden, hilfreich, um so gemeinsam Schritt für Schritt Gegenstrategien zu erarbeiten.

Unbehandelte Stress- und Belastungssituationen über einen längeren Zeitraum, eventuell verbunden mit fehlender Wertschätzung, Anerkennung und Erfolg können zu chronischer Erschöpfung (Burn out) führen.

Demenz

Als Folge einer deutlich steigenden Lebenserwartung nimmt die Häufigkeit von Demenzerkrankungen in der Bevölkerung zu. Es gibt verschiedene Formen der Demenz, die sich in ihrem Krankheitsbild unterscheiden (z. B. Demenz vom Alzheimer Typ oder vaskuläre Demenz).

Die generelle Abnahme des Denkvermögens und Gedächtnisses ist allen Formen der Demenz gemein. Wenn sich Demenzerkrankungen auch nicht verhindern lassen, so kann aufgrund der medizinischen Fortschritte medikamentös behandelt werden, um den Verlauf zu verzögern. Besonders wichtig für die bestmögliche Behandlung einer Demenz ist eine frühzeitige klinisch psychologische Diagnostik sowie medizinische Abklärung. Darauf aufbauend kann ein maßgeschneidertes Förderungsprogramm kombiniert mit der medikamentösen Behandlung entwickelt werden.

Demenzerkrankungen in der Familie können für die Angehörigen sehr belastend sein. Durch die Verhaltensänderung der Betroffenen führt die unerkannte Demenz in der Anfangsphase oft zu Konflikten mit den Angehörigen, im fortgeschrittenen Stadium stellt die anspruchsvolle Betreuung eine außergewöhnliche Belastung dar.

Neben der therapeutischen Behandlung der Betroffenen selbst ist eine begleitende Betreuung der Angehörigen wichtig und sinnvoll.

Lebenskrisen

Krisen sind ein Bestandteil unseres Lebens, die uns manchmal unvorbereitet treffen. Der systemisch lösungsorientierte Ansatz der psychologischen Beratung bietet Unterstützung bei verschiedenen plötzlich auftretenden Krisensituationen im Leben. Ob bei schweren Krisen im beruflichen Umfeld (Mobbing, Arbeitslosigkeit…), familiären Krisensituationen (Krankheits- und Todesfällen) oder bei schwierigen psychisch belastenden Scheidungssituationen wird ein gemeinsames Vorgehens- und Lösungskonzept erarbeitet.

Zur Behandlung von Lebenskrisen stehen mehrere erprobte Methoden zur Verfügung. Die Lebensqualität der Betroffenen kann damit wieder deutlich verbessert werden.

Trauma – Posttraumatische Belastungsstörung

Unter einem Trauma versteht man eine seelische Verletzung, die durch ein extrem belastendes Ereignis hervorgerufen wird. Diese Situationen können großen Stress, ein Gefühl der Hilflosigkeit und Betäubtheit auslösen verbunden mit dem Gefühl, nicht man selbst zu sein (Depersonalisation) oder die Umgebung wie von fern zu erleben (Derealisation). Klingen diese Symptome nach einiger Zeit wieder ab, spricht man von „Akuter Belastungsreaktion“.

Dauern diese länger als vier Wochen an, wird eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert. Diese äußert sich in intensiven, sich aufdrängenden Erinnerungen an die traumatische Situation in Form von Flash Backs, Albträumen, Vermeidungsverhalten, einem Gefühl von Betäubtsein und übermäßiger Unruhe oder Schreckbarkeit.

Die Behandlung beginnt zunächst mit Stabilisierung und Information über Trauma und Traumafolgen. Wirkungsvolle Methoden sind EMDR, Brainspotting, Neurosomatische Stabilisation nach Gallo und Hypnose.